5 Trends, die den Einzelhandel bisher in diesem Jahr erschüttert haben

Das erste Halbjahr von 2017 hat sich für die europäische Einzelhandelsindustrie als turbulent erwiesen. Doch während schwankende Währungen und Vertrauensniveaus der Verbraucher ein gemischtes Bild auf dem gesamten Kontinent abgaben, bewiesen die Einzelhändler ihre Fähigkeiten, sich schnell an verändernde Käuferanforderungen anzupassen.

Hier sind fünf der wichtigsten Branchentrends, die in diesem Jahr die Einzelhandelslandschaft geändert haben:

  1. Mobiler Zahlungsverkehr auf dem Vormarsch

Die Rolle von Bargeld bei Käufertransaktionen ist rückläufig, mobile Geräte sind zur neuen Geldbörse geworden.

Einer Untersuchung von Visa zufolge wird mobile Bezahlung in 2020 der Standard sein, da Käufer sich immer mehr an die mobile Technologie gewöhnen – sie vertrauen auf ihre Handys mit Funktionen wie Zusammenstellung von Loyalitätsgutscheinen, Überprüfung von ID-Informationen und Speichern von E-Quittungen.

Systeme wie Apple Pay, Android Pay und Samsung Pay sehen bereits Wachstum in ganz Europa und dies wird voraussichtlich noch zunehmen, wenn die neue EU-Gesetzgebung im Januar in Kraft tritt, die die Möglichkeiten der Käufer, um Transaktionen zwischen verschiedenen Zahlungsdienstleistern durchzuführen, revolutionieren wird.

  1. Das Einkaufszentrum als soziale Drehscheibe

Unabhängig von regionalen Unterschieden werden Europas Einkaufszentren zu breiten, eher experimentellen Zielen des Einzelhandels, in denen Dienstleistungen im Gesundheitswesen, Büros, Unterhaltung und sogar Wohnungen integriert werden.

Drapers zufolge öffnen in Europa neue Einkaufszentren dieses Stils in rascher Folge. Nach einer Erweiterung wurde das Oriocenter Einkaufszentrum in Bergamo, Italien im Mai zum größten Einkaufszentrum des Kontinents, mit einem Angebot aus 280 Geschäften und 50 Restaurants sowie einem Multiplex-Kino mit 14 Leinwänden.

Derweil wird Finnlands Einkaufszentrum Redi, welches in 2018 eröffnen wird, mit einer Kletterwand, Flugzentrum und Fahrsimulator zu Helsinkis Angebot von Einzelhandel und Unterhaltung beitragen.

  1. Der Einzelhandel wird persönlicher

Das Jahr 2017 erweist sich als ein Meilenstein für die Personalisierung. Europas Käufer sind erfreut über ein Höchstmaß an Service, das stärker auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist, und Einzelhändler profitieren von den Kundendaten, indem sie ihre Marketing-Aktivitäten individuell darauf ausrichten.

Co-Op Dänemark hat „Bip & Betal“ („piepen & zahlen“) entwickelt: eine App, die Kunden durch die gesamte Einzelhandelsreise, vom Betreten bis Bezahlen, führt und die Möglichkeit bietet, um persönliche, einkaufsspezifische Funktionen wie „Allergie-Alarme“ bei Lebensmittelbestellungen zu nutzen.

Eine Personalisierung kann auch auf Produktebene stattfinden. Adidas bot Käufern in einem Pop-up-Geschäft im Einkaufszentrum Bikini Berlin die Möglichkeit, um einen eigenen Merino-Pullover zu entwerfen, der dann an Ort und Stelle gestrickt wurde.

  1. Klein ist fein

In vielen Fällen werden Geschäfte immer mehr zu Orten, an denen man sich mit Käufern beschäftigt, anstatt ihnen etwas zu verkaufen. Mit steigenden Mieten und Preisen konfrontiert, sind Einzelhändler in ganz Europa auf der Suche nach Möglichkeiten für die bestmögliche Nutzung ihrer Immobilien und dies führt zu einer Vielzahl von Geschäften in kleinerem Format, die eine verfeinerte Auswahl an Produkten anbieten.

Dieses Showroom-Format gibt Kunden die Möglichkeit, um das Angebot eines Einzelhändlers mittels digitaler Touchpoints im Geschäft zu erkunden.

In London eröffnet Heimwerker-Gigant B&Q seine erste Filiale im Kleinformat, die etwa die Größe von einem Dreißigstel einer seiner Großmärkte hat. Europaweit erkunden unterdessen auch große auswärtige und E-Commerce-Marken die Filialen im kleinen Format, die sie als eine Möglichkeit ansehen, um ihre Präsenz in den Innenstädten aufzubauen oder von der Glaubwürdigkeit, die ein physisches Format bietet, zu profitieren.

  1. Reibungsloses IoT

Die Grundsätze vom „Internet der Dinge (IoT)“ haben sich im Jahr 2017 stärker verbreitet, was zu einer wachsenden Zahl von „verbundenen“ Geschäften führte. Da digitale Verbraucher den Wunsch nach Einkaufswegen, die auch Online-Erlebnisse integrieren, äußern, untersuchen Einzelhändler in ganz Europa Methoden, um ein nahtloseres Omni-Angebot mittels Technologie zu liefern.

Geräte wie intelligente Regale und Spiegel gesellen sich zu den bestehenden Tablets und SB-Geräten, die Inventar auf intelligentere Weise verfolgen und bewerben.

Zum Beispiel investierte die nordische Herrenbekleidungsmarke Oscar Jacobson in diesem Jahr in IoT-Technologie, um Verwaltungsaufgaben zu reduzieren. Diese Technologie straffte auch die Berichterstattung und Kassenprozesse, wodurch Mitarbeiter mehr Kapazitäten haben, um sich auf Kunden zu konzentrieren. Der Händler plant, um Click and Collect einzuführen und eine Dienstleistung zu implementieren, die es Kunden in naher Zukunft ermöglichen wird, um maßgeschneiderte Stoffe und Größen anzugeben.

ShopperTrak hilft Händlern durch die Überwachung und Analyse der Besucherzahlen dabei, auf Trendentwicklungen im Käuferverhalten zu reagieren und erleichtert fundierte Entscheidungen, sowohl auf Führungs- als auch auf Filialmanagement-Ebene. Erfahren Sie mehr über unsere Lösungen für den Einzelhandel.

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