Wann ist in Europa mit den Spitzeneinkaufszeiten der Weihnachtssaison zu rechnen?

Es gibt in Europa kein Land, das nicht Weihnachten feiert. Doch wenn man all die interessanten Unterschiede zwischen diesen Ländern verstehen möchte, muss man sich nur die Weihnachtszeit ansehen.

Wenn die Briten sich am Nachmittag des 25. Dezember auf ihren Truthahn stürzen, sind die Portugiesen noch von ihrem Consoada-Fest am Morgen satt. Und während in einigen europäischen Ländern die Weihnachtszeit zum Neujahrstag mehr oder weniger vorbei ist, stellen italienische und spanische Kinder am 5. Januar ihre Schuhe vor die Türe, damit diese mit Süßigkeiten und Spielsachen gefüllt werden.

Doch nicht nur die Feierlichkeiten sind von Land zu Land verschieden; es zeigen sich in der Vorweihnachtszeit auch deutliche Unterschiede beim Einkaufsverhalten, wie unsere Einsichten zum saisonalen Kundenverkehr bestätigen.

Die Konsumgewohnheiten der Europäer in der Weihnachtssaison – so unterschiedlich wie ihre Bräuche

Um zu verstehen, wie sich die Vorbereitungen zum Weihnachtsfest von Land zu Land unterscheiden, haben wir uns angesehen, wann die Besucherzahlen im Jahr 2015 in ganz Europa jeweils am höchsten waren.

In Deutschland hatte der stationäre Einzelhandel seinen besucherreichsten Tag am 15. Dezember – mit Abstand das früheste Datum von allen sieben untersuchten Ländern. Darauf folgte ein gemächlicher Rückgang der Einzelhandelsaktivität bis zum ruhigsten Handelstag am 22. Dezember.

Auch in Italien und Polen waren die Besucherzahlen rückläufig, je näher das Weihnachtsfest heranrückte, doch ihr besucherreichster Tag war etwas später als in Deutschland; und zwar am 20. bzw. 23. Dezember. Doch in allen drei Fällen müssen sich die Einzelhändler in den nächsten paar Tagen sputen, falls sie von dem Kundenansturm auf die Geschenke in letzter Minute profitieren wollen.

Andererseits gibt es auch Länder, die sich genau gegensätzlich dazu verhalten. Beispielsweise fiel in Frankreich der ruhigste Einkaufstag auf den 20. Dezember und wurde bald darauf vom besucherreichsten Tag am 23. Dezember gefolgt. Ähnlich sah es in Spanien aus, wo die Besucherzahlen am 14. Dezember auf ihren niedrigsten Stand fielen und dann am 23. Dezember Spitzenwerte erreichten.

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Wie Einzelhändler die Spitzeneinkaufszeiten zur Feiertagssaison am besten für sich nutzen können

Wenn das Weihnachtsfest näher heranrückt, erreicht der stationäre Einzelhandel eine entscheidende Phase. Bequeme Bestelloptionen wie Click-and-Collect (Internetbestellung mit Abholung im Laden) und die Sorge, dass Onlinelieferungen nicht rechtzeitig ankommen, werden kurz vor dem 25. Dezember einen Ansturm in letzter Minute bewirken.

Die gute Neuigkeit für Einzelhändler besteht darin, dass die Besucherzahlmuster in der Weihnachtssaison jedes Jahr in etwa denselben Trends folgen. Das heißt, obwohl einige unberechenbare Faktoren, wie z. B. das Wetter, zu Schwankungen in den Besucherzahlen führen können, sind die Kundenverkehrsanalysen des Vorjahres ein guter Richtwert, um einzuschätzen, wann in diesem Jahr mit den Spitzenzeiten für den stationären Einzelhandel zu rechnen ist.

Damit können sich Einzelhandelsunternehmen auf ihren eigenen ‚großen Tag‘ vorbereiten, wenn die meisten Besucher erwartet werden. Die Einplanung zusätzlichen Personals, Strategien zur Vermeidung langer Warteschlangen und ein effizientes System zur Abwicklung von Click-and-Collect-Bestellungen werden alle eine entscheidende Rolle spielen, wenn es um die Maximierung der Konversionsrate zu den Spitzenverkaufszeiten geht.

Und es reicht nicht aus, ausschließlich dafür zu sorgen, dass die Einkäufe im Laden schnell und reibungslos vonstatten gehen; Einzelhändler müssen ebenfalls berücksichtigen, dass potentielle Kunden, die Geschenke für Freunde oder Familie suchen, gegebenenfalls mehr Unterstützung und Betreuung als Stammkunden brauchen.

Die beste Methode, mit saisonbedingten Spitzenzeiten umzugehen ist, einen Plan zu machen und sich dann souverän daran zu halten. Denn selbst kurz vor dem Fest ist es nicht zu spät, noch Struktur und Strategie in das Vorweihnachtschaos zu bringen.

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt

Der Einzelhandelskalender entwickelt sich immer mehr zu einem zackigen Muster aus Hoch- und Tiefpunkten; und die Weihnachtssaison ist ein gutes Beispiel dafür, wie hilfreich es für Einzelhändler sein kann, zu wissen, wann die Besucherzahlen wahrscheinlich ihren Höchststand erreichen werden, so dass sie sich auf die Herausforderungen eines betriebsamen Ladens vorbereiten können.

Ein gutes Verständnis des Einkaufsverhaltens ist das ganze Jahr über entscheidend, denn nur so können Einzelhandelsunternehmen prognostizieren, wann der Kundenverkehr wahrscheinlich zunehmen wird und sich entsprechend auf die erhöhten Besucherzahlen vorbereiten.

Denn Einsichten in das Verbraucherverhalten sind nicht nur am Weihnachten wichtig – doch da dies die nächste Spitzenzeit für den Einzelhandel ist, eignet sie sich hervorragend als Einstiegspunkt.

Finden Sie heraus, was Sie Weihnachten 2016 erwartet: Laden Sie die Infografik zu den europäischen Besucherzahltrends herunter.
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