Willkommen im Black November: Neue Einkaufsmuster für die Feiertage

Europa hat das nordamerikanische Phänomen des Black Friday mehr als mit offenen Armen empfangen– es hat auch die Rolle, die der Black Friday im Einzelhandelskalender spielt, weiterentwickelt und damit die Art wie Verbraucher vor Weihnachten einkaufen verändert.

In diesem Blogbeitrag sehen wir uns den schnellen Aufstieg des Black Friday in Europa und seine darauf folgende Verwandlung in den ‚Black November‘ genauer an

Wie hat sich der Black Friday in Europa weiterentwickelt? 

Noch vor drei oder vier Jahren hatte kaum ein europäisches Einzelhandelsunternehmen oder Einkaufszentrum einen Bezug zum Black Friday. Zeitsprung ins Jahr 2016 und das Event nimmt einen immer wichtigeren Platz im Marketingkalender des Einzelhandels ein.

Laut Analystenprognosen wird Europa in diesem Jahr seinen bislang verkaufsstärksten Black Friday mit Verkaufszahlen von über £1 Milliarde in Großbritannien, €281 Millionen in Deutschland, €45 Millionen in Italien und €38 Millionen in Spanien verzeichnen. Adobe Digital Insights sagt sogar voraus, dass Black Friday für Europa der wichtigste Antriebsfaktor während des gesamten Vorweihnachtsgeschäfts sein wird.

Die plötzliche Beliebtheit des Black Friday in Europa hat manche Einzelhandelsunternehmen überrascht und folglich zu ein paar Anlaufschwierigkeiten geführt. Der Umgang mit dem großen Besucherandrang sowie Probleme mit der Produktverfügbarkeit und Websiteperformance sind nur einige Beispiele dafür. Außerdem kann die Ausführung der Bestellungen nach dem Event eine Herausforderung sein.

Doch jedes Jahr investieren Einzelhandelsunternehmen mehr in die Optimierung ihrer Black Friday-Strategie, um das Kundenerlebnis kontinuierlich zu verbessern.

Wie gehen Einzelhandelsunternehmen mit den Belastungen des Black Friday-Geschäfts um?

Ein interessantes Phänomen, das wir im letzten Jahr beobachtet haben und das sich auch dieses Jahr wieder abzeichnet ist die Erweiterung des Black Friday in ein mehrtägiges Event. Dadurch können Einzelhandelsunternehmen den Kundenverkehr auf mehrere Tage verteilen, um die extreme Belastung ihrer technischen Einrichtungen und Infrastruktur, die bei 24-Stunden-Blitzangeboten (‚Flash Sales‘) auftritt, zu vermeiden.

Da Black Friday auf dasselbe lange Wochenende wie Cyber Monday fällt, bietet sich Online-Anbietern automatisch die Chance, ihre Kampagne in eine viertägige Aktion zu erweitern. Viele Einzelhandelsunternehmen gehen nun ähnlich vor, indem sie Black Friday-Angebote auf eine ganze Woche ausdehnen, um den noch nie da gewesenen sprunghaften Anstieg der Besucherzahlen aufzufangen, der in Geschäften und Einkaufszentren zu beobachten war, als dieses Event anfangs in Europa an Bedeutung gewann.

Auf dieser Grundlage wird Black Friday jetzt mehr und mehr durch ‚Black November‘ abgelöst – ein ganzer Monat voller Preisnachlässe zum Auftakt des Weihnachtsgeschäft, anstelle von nur einem einzelnen mit Angeboten vollgepackten Tag.

Wie können Einzelhändler und Einkaufszentren am meisten von Black November profitieren?

Der Grund warum Einzelhandelsunternehmen im November eine ganze Reihe von Sonderaktionen fahren ist klar: Personal, Systeme und Geschäftsabläufe werden entlastet und es wird ein größerer Zeitrahmen geschaffen, um die Verbraucheraktivitäten zu steigern. Denn Black Friday fällt ja nicht unbedingt immer auf einen Tag, an dem jeder Verbraucher Zeit zum einkaufen hat.

Doch eine mehrtägige Marketingkampagne während der Haupteinkaufszeit des Jahres stellt Einzelhändler vor neue Herausforderungen. Es können beispielsweise größere Marketinginvestitionen erforderlich sein, um das Interesse der Kunden für die gesamte Länge der Aktion zu halten. Da sich Black Friday nun zum weltweiten Phänomen entwickelt, sorgt er ganz von alleine für zusätzlichen Kundenverkehr, doch wenn es um eine wochen- oder monatelange Kampagne geht, müssen Einzelhändler und Einkaufszentren ihre Kunden aktiv davon in Kenntnis setzen.

Um herauszufinden, ob das Black Friday-Budget effektiv genutzt wird, müssen Marketer analysieren, welchen Einfluss ihre Marketingaktivitäten im Verlauf der Kampagne auf die Besucherzahlen haben, um die Wechselbeziehung zwischen Kampagne und Kundenaktivität zu beleuchten.

Außerdem werden Schwankungen im Einzelhandelsverkehr während der Kampagne unumgänglich sein, auch wenn diese Fluktuationen theoretisch weniger extrem sind, wenn sich das Black Friday-Geschäft über einen größeren Zeitraum erstreckt. Einzelhändler und Einkaufszentren können diese Spitzenverkaufszeiten nicht als Vorwand nutzen, um ihre Standards bei der Kundenbetreuung zu lockern. Sie müssen vielmehr ein Verständnis dafür entwickeln, wann die Kunden kommen, wo sie hingehen und was sie kaufen, so dass jede Begegnung auf deren Bedürfnisse zugeschnitten werden kann.

Die nächsten acht Wochen sind ein ganz entscheidender Zeitraum für den Einzelhandelssektor, insbesondere für Einzelhändler, da diese Zeit für den Großteil der Einnahmen des gesamten Jahres verantwortlich ist. Wie Unternehmen die Black November-Aktivitäten angehen, schlägt sich nicht nur auf deren kurzfristige Rentabilität nieder, sondern kann potentiell auch Langzeitauswirkungen haben, denn ein schlechtes Einkaufserlebnis in der Vorweihnachtszeit kann das Verbraucherverhalten bis weit ins neue Jahr hinein beeinflussen.

Um Einzelhandelsunternehmen zu helfen, die Auswirkungen saisonbedingter Spitzenzeiten auf ihr Geschäft besser zu verstehen, wird ShopperTrak in den nächsten Wochen exklusive Besucherzahldaten veröffentlichen. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie unsere Blogseite oder sprechen Sie mit unserem Beratungsteam.

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