5 Arten von Geschäften, die Ihr Einkaufszentrum in Betracht ziehen sollte

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Von ShopperTrak on 28-10-16

Wie jede Immobilienverwaltungsfirma für den Einzelhandel weiß, hängt der Erfolg eines Projekts davon ab, dass man die richtige Mischung aus unterschiedlichen Mietern findet. Denn die richtige Kombination zieht nicht nur mehr Besucher an, sondern bewirkt auch, dass die Kunden während ihres Besuchs mehr Läden aufsuchen – so dass sie sich länger aufhalten und potentiell mehr ausgeben.

Bei der Planung der optimalen Mischung aus Mieterkategorien liegt die Herausforderung darin, dass Einkaufszentrum nicht gleich Einkaufszentrum ist. Eine Vielzahl von Faktoren bestimmt, welche Ladentypen am beliebtesten sind – vom globalen und regionalen Standort, über lokale bevölkerungsstatistische Gesichtspunkte, bis hin zu der Frage, ob sich das Zentrum innerhalb oder außerhalb des Stadtkerns befindet.

Auch das Verbraucherverhalten spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um die Optimierung Ihrer Mieterkategorien geht. Anfang des Jahres haben wir einen Blick auf die 6 verschiedenen Kundentypen, die Einzelhändler im Visier haben sollten, geworfen, indem wir die unterschiedlichen Merkmale verschiedener Verbrauchergruppen unter die Lupe genommen haben. Einkaufszentren müssen sich dieser Merkmale genauso bewusst sein wie Einzelhändler, denn die Frage, welche Kundentypen Ihre Einkaufszentren besuchen, beeinflusst alles, vom Standort der Geschäfte bis hin zur Marketingstrategie.

Dennoch hat ShopperTrak durch seine Erfahrung mit Einkaufszentren gelernt, dass es gewisse Ladentypen gibt, die alle Immobilienverwaltungsfirmen für Einzelhändler in Betracht ziehen sollten, wenn sie eine optimale Mischung aus Einzelhandelsmietern schaffen wollen. Hier sind fünf Beispiele, die Sie im Blick behalten sollten:

 

  1. Ankergeschäfte

Das Ankergeschäft ist das Aushängeschild des Einkaufszentrums. Es handelt sich um große Markennamen, die landesweit, manchmal sogar über die Landesgrenzen hinaus, bekannt sind und über genug Anziehungskraft verfügen, um Besucher aus dem gesamten Umland anzulocken.

Immobilienverwaltungsfirmen für Einzelhandelsunternehmen müssen sich überlegen, mehrere dieser Ankergeschäfte als Mieter einzuplanen, um die Besucherzahlen allein durch die Beliebtheit der entsprechenden Marken in die Höhe zu treiben. Um zu wissen, welche Marken in Frage kommen, müssen Sie eine Vorstellung davon haben, welche Art von Kunden Ihr Einkaufszentrum besuchen, so dass Sie die Einzelhandelsmarken auf die entsprechenden Bevölkerungsgruppen zuschneiden können. Sobald Sie die Auswahl dementsprechend eingegrenzt haben, können Sie prüfen, welche dieser Einzelhändler noch keine weitreichende bzw. vergleichbare räumliche Präsenz in Ihrer Region haben, um übermäßigen Wettbewerb zu vermeiden.

 

  1. Gemischtwarenläden

Während für manche Verbraucher ein Tag im Einkaufszentrum eine beliebte Freizeitaktivität darstellt, gibt es andere, die nur auf einen Sprung vorbeikommen, wenn sie gerade anderweitig unterwegs sind, um schnell ein paar benötigte Artikel zu kaufen. Daher sollten Immobilienverwaltungsfirmen für Einzelhändler überlegen, ob sie die Anforderungen von Kunden, die unter Zeitdruck stehen (beispielsweise weil sie in der Mittagspause oder bevor sie ihre Kinder von der Schule abholen einkaufen), erfüllen.

Typische Kategorien für Gemischtwaren sind z. B. Gesundheitsprodukte, Kosmetik, Lebensmittel und sogar preisgünstige Modeartikel. Während es am Einzelhändler selbst liegt, für eine möglichst schnelle Abwicklung zu sorgen, können Sie davon profitieren, dass die richtige Mischung von Ladenkategorien zur Verfügung steht, wenn Kunden schnell einen vergessenen Artikel oder ein benötigtes Produkt kaufen möchten.

 

  1. Flaggschiffgeschäfte

Manchmal können Ankergeschäfte und Flaggschiffgeschäfte ein und dasselbe sein, doch es gibt auch Unterschiede. Flaggschiffgeschäfte erweitern oft die Grenzen des Kundenerlebnisses über das reguläre Einkaufserlebnis hinaus. Ganz gleich ob sie häufig ihr Layout verändern, neue Produkte anbieten, mit der Verwendung von Technologien innerhalb ihres Ladens experimentieren oder ihr Markenerlebnis immer wieder neu erfinden, sie haben einen ausgeprägten Sinn für Innovationen, der die Verbraucher inspiriert und begeistert.

Wenn Sie Einzelhändler ermutigen, innerhalb Ihres Einkaufszentrums in Flaggschiffgeschäfte zu investieren, kann das mehr, als zum Prestige Ihres Zentrums beitragen; es kann auch Schlagzeilen in den Medien generieren und den Besucherstrom im Einkaufszentrum verändern, wenn sich z. B. vor diesen Läden Besucherscharen sammeln, um zu sehen, was gerade geboten wird. Außerdem bieten Ihnen diese Geschäfte eine innovative Plattform, auf die Sie Ihre eigenen experimentellen Kundenbindungskampagnen aufbauen können.

 

  1. Verbundene (Omnichannel-) Geschäfte

Während die große Mehrheit aller Einzelhändler mit Ladengeschäft ihre Ware auch online anbieten, kann die Art und Weise, wie sie diese Kanäle miteinander verbinden, einen erheblichen Einfluss auf die Besucherzahlen im Einkaufszentrum haben. Ein prominentes Beispiel dafür ist Click-and-Collect (Internetbestellung mit Abholung im Laden).

Hammerson, ein europäischer Experte für Einzelhandelsimmobilien, hat herausgefunden, dass bis zu 80 % aller Click-and-Collect-Kunden während ihres Besuchs im Einkaufszentrum zusätzliche Geldmittel ausgeben – entweder in anderen Geschäften oder für Speisen und Getränke.

Das zeigt eindeutig den wirtschaftlichen Nutzen von Click-and-Collect, und zwar nicht nur im Bezug auf Einzelhändler, die kanalübergreifende Dienstleistungen anbieten, sondern auch auf die Einrichtung von zentralen Click-and-Collect-Punkten, wo Kunden ihre Online-Bestellungen von mehreren Einzelhändlern gleichzeitig abholen können.

 

  1. Freizeit- und Unterhaltungsangebote

Zwar kein Ladentyp im eigentlichen Sinne, doch die Mischung von Freizeit- und Unterhaltungsangeboten, die in einem Einkaufszentrum zur Verfügung stehen, ist genauso wichtig, wie die optimale Kombination aus Einzelhandelsmietern.

Wie wir in unserem kürzlich erschienenen Redesigning Retail-Report erörtert haben, ist das Einkaufszentrum zur Drehscheibe des wachsenden ‚Shoppertainment‘-Trends geworden; d. h. dass Verbraucher gerne ihre Einzelhandelsaktivitäten mit Freizeitaktivitäten verbinden, wie z. B. durch den Besuch eines Restaurants oder einer Bar, einer Bowlingbahn oder eines Kinos.

Daher ist es äußerst wichtig, dass Sie die bevölkerungsstatistische Zusammensetzung Ihrer Kundschaft kennen, so dass Ihre Mischung aus Restaurants, Cafés, Bars und Freizeitangeboten die Besucher dazu animiert, länger zu bleiben und mehr auszugeben.

 

Lernen Sie Ihr Geschäft besser kennen mit der Analytics-Suite von ShopperTrak

Die richtige Mischung aus Einzelhandelsmietern ist allerdings erst der Anfang für Immobilienverwaltungsfirmen. Ihre nächste Aufgabe besteht darin, bis ins kleinste Detail zu verstehen, wie sich Verbraucher auf ihrem Weg durch das Einkaufszentrum verhalten und wo der Kundenverkehr am dichtesten ist. So können Sie sicherstellen, dass jedes Geschäft und jede Einrichtung am richtigen Ort ist, um einen Mehrwert zu schaffen und um Ihre Mieteinnahmen basierend auf den nun bekannten Premiumbereichen zu optimieren.

Die Analytics-Suite von ShopperTrak kann Besitzern und Betreibern von Einkaufszentren nicht nur dabei helfen, die Kundendaten und das Kundenverhalten aufzuzeichnen und zu analysieren, sondern kann aus diesen Daten auch umsetzbare Erkenntnisse gewinnen, die erheblich zur Verbesserung Ihres Geschäftsergebnisses beitragen können.

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