Modeläden 2019: Bei Generation Z erfolgreich durchstarten

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Von ShopperTrak on 03-04-19

Der Modehandel ist bekanntlich ein schnelllebiges Geschäft, das viel Erfindergeist erfordert, doch 2019 liegt die Messlatte höher denn je, da derzeit eine weltweite Generationenverschiebung stattfindet.

Demographen gehen davon aus, dass 2019 die Vertreter der Generation Z (Geburtsjahrgänge 1995 bis 2005) die Millennials als bevölkerungsreichste Generation ablösen werden. Und erste Anzeichen weisen darauf hin, dass die Generation Z die Branche ordentlich aufmischen wird.

Daher schenken Einzelhändler sowohl der Generation Z als auch den Millennials mehr und mehr Aufmerksamkeit, denn es ist ihnen bewusst, dass die junge Kundschaft das Ladengeschäft komplett anders nutzen wird.

Hier sind einige Trends, die man sich zunutze machen kann, um ladeninterne Verkaufsgelegenheiten mit Kunden der Generation Z optimal auszuschöpfen:

Selbstbedienungskassen zur Vereinfachung des Einkaufs

Es ist nicht nur der Lebensmittelsektor, der Selbstbedienungstechnologien mit offenen Armen begrüßt hat. Einige neueröffnete Nike-Filialen haben Selbstbedienungsfunktionen eingeführt, anhand derer ihre Kernzielgruppe Artikel auswählen und den Laden wieder verlassen kann, ohne an einer traditionellen Kasse zu bezahlen. Selbstbedienungskassen und Mobilapps erweisen sich schon jetzt als Hit bei den jüngsten Kunden, die in eine Welt der Automatisierung geboren wurden und sofortige Bedürfnisbefriedigung und Bequemlichkeit erwarten.

Selbstbedienungskassen entlasten das Verkaufspersonal, sodass mehr Zeit für die effiziente Bearbeitung anderer Aufgaben zur Verfügung steht. Kundenverkehrsdaten können eingesetzt werden, um die Personalplanung zu optimieren, damit Filialteams besser zugeteilt, die Kosten niedrig gehalten und Mitarbeiter besser eingebunden werden können.

AR und VR zur Verbesserung des stationären Einkaufserlebnisses:

Als Erweiterung der Grundhaltung, dass Modehändler in einzigartige ladeninterne Einkaufserlebnisse investieren müssen, um Besucher anzulocken, sind erweiterte Realität (AR) und virtuelle Realität (VR) der nächste logische Schritt zur besseren Vernetzung von digitaler und physischer Welt.

In ersten Testläufen bei Zara, Burberry und Gucci können Kunden mit den neuen Kollektionen per Smartphone-App interagieren, in der Darstellungen und Abbildungen zum Leben erweckt werden und direkt mit der Kauftaste verbunden sind. Die Herausforderung wird darin bestehen, die Kosten niedrig zu halten und gleichzeitig die Konversionsraten zu steigern. Kundenverkehrsdaten können Einzelhändlern helfen, die Wirkung ladeninterner AR-Technologien auf die Besucherzahlen, Konversionsraten, Verweilzeiten und durchschnittlichen Transaktionsgrößen (Average Transaction Values – ATV) zu verstehen.

Geschlechtsneutrale Modekollektionen kommen auf den Markt: 

Diversität und eine integrative Einstellung sind ein großes Thema, das sich auch in den Modeläden widerspiegelt. Vertreter der Generation Z sind vehemente Befürworter der freien Selbstentfaltung und dem Recht auf freie Lebensgestaltung, wobei Gender-Fluidität eine wichtige Rolle spielt. Studien haben gezeigt, dass 56 % der Vertreter der Generation Z bereits Einkäufe außerhalb ihrer spezifischen Geschlechtsidentität tätigen. H&M hat diesen Trend bereits im letzten Jahr erkannt und seine geschlechtsneutrale Kollektion Ungendered mit Kultmarke Eytys auf den Markt gebracht, um seinen Kunden geschlechtsübergreifende Stiloptionen anzubieten.

Geschlechtsneutrale Kollektionen sind noch Neuland für die meisten Mode- und Schuhmodehändler, die ihre Kundenverkehrs- und Kundenverhaltensdaten analysieren müssen, um ihr Angebot zu optimieren. Kundenverkehrsdaten können wichtige Hinweise darauf liefern, ob Kunden bedient werden möchten, wo die Kollektionen im Geschäft platziert werden sollten, ob sich speziell zugewiesene Umkleidekabinen anbieten und welche Konversionsraten möglich sind.

Pop-Up-Läden und ‚Instagram-fähige‘ Bereiche 

Pop-Up-Läden sind bei der Generation Z ein großer Hit, denn wie der Name schon sagt, sind sie nur temporär verfügbar und schaffen so eine gewisse Angst, etwas zu verpassen (Fear of missing out – FOMO). Im Zeitalter der Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken sollten daher die Pop-Up-Läden so gestaltet sein, dass sie spezielle Instagram-fähige Bereiche anbieten, die den Besuchern einzigartige, unvergessliche und teilbare Erlebnisse ermöglichen.

Mit Pop-Up-Läden können Modemarken ihre Reichweite innerhalb der Community erweitern und ihre Marktwerte in einem größeren Rahmen präsentieren. Fitness- und Lifestylemarke New Balance hat in London einen Pop-Up-Standort eröffnet, in dem eine Kneipe, ein Fitnessstudio und ein Laufclub als gezielte Werbung der Marke für das Sponsoring des London-Marathons angeboten werden.

Läden als Plattform für gewissenhaften Konsum

Vertreter der Generation Z und Millennials sind an Marken interessiert, die auf Nachhaltigkeit setzen und soziale Verantwortung tragen. Im Ladengeschäft haben Einzelhändler die Möglichkeit, sozialverantwortliche Grundsätze sichtbar zu machen.

Derzeit kann man in Unternehmen wie Rent the Runway, Le Tote oder Poshmark ein neues Konzept beobachten, das die Vermietung von Kleidung oder den Einkauf von weniger Artikeln fördert. Einzelhandelsmarken wie H&M bieten in ihren Läden gut publizierte Recycling-Stellen für gebrauchte Kleidungsstücke an und das Kaufhaus John Lewis testet ein Konzept, in dem es ungewollte Kleidungsstücke von seinen Kunden zurückkauft, um Abfälle zu reduzieren. Einzelhändler können ihre Kundenverkehrsdaten zu Rate ziehen, um herauszufinden, wie ihre Filialen für Recyclingaktionen genutzt werden können, wie viele Besucher sich beteiligen und welche Filialstandorte sich am besten als Abgabeorte für gebrauchte Kleidung eignen würden.

Nicht auf Vermutungen setzen, um zu beeindrucken

Es ist offensichtlich, dass sich in den nächsten Jahren im Modehandel neue, spannende Ladenformate entwickeln werden.

Dabei ist es entscheidend, dass Einzelhändler nicht jedem neuen Trend hinterherjagen, sondern neue Initiativen und Funktionen anhand von Kundenverkehrs- und Konversionsanalysen sorgfältig beobachten und auswerten. Sie sollten sich für digitale Lösungen entscheiden, die den spezifischen Bedürfnissen ihrer Kunden und ihrer eigenen Markenidentität entsprechen. Neue Arten der Kundenbedienung müssen sich mit bestehenden Problemen und Herausforderungen befassen und messbare Ergebnisse liefern. Im Endeffekt sind Entscheidungen, die sich nur auf Schätzungen stützen, keine Option, wenn es darum geht, die Generation Z zu beeindrucken. Lassen Sie sich von Dateneinsichten den Weg zeigen.

Um mehr darüber zu erfahren, wie Datenanalyselösungen Ihnen helfen können, die Performance von Modeläden zu steigern, lesen Sie unseren Bericht: Modehandel und Kundenverkehrsdaten.

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