Schulanfang: 3 Strategien für Einzelhändler und Einkaufszentren zur optimalen Vorbereitung auf den Andrang nach den Schulferien

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Von ShopperTrak on 30-09-16

Die Sommerferien nähern sich dem Ende und viele Eltern stellen erschrocken fest, dass sie vor dem Schulstart noch viele Vorbereitungen treffen müssen.

Für die meisten Schüler in Europa fängt das neue Schuljahr Ende August oder Anfang September an und in manchen Regionen hat es sogar bereits begonnen. Obwohl es Haushalte gibt, die so gut vorbereitet sind, dass sie bereits im Juli alle Einkäufe für den Schulanfang erledigt haben, sollten Einzelhändler und Einkaufszentren in den nächsten Wochen dennoch für einen Ansturm in letzter Minute gewappnet sein.

Die gute Neuigkeit für Einzelhandelsunternehmen ist, dass die Ausgaben zum Schulanfang stetig steigen. Laut Conlumino-Statistik haben im letzten Jahr die Verbraucher alleine in Großbritannien während der Sommerferien über 1,45 Milliarden Pfund für schulbezogene Einkäufe ausgegeben,  das sind 21 Millionen mehr als 2014.

Die große Mehrheit aller Familien erledigt ihre Einkäufe zum Schulanfang im Ladengeschäft. Obwohl die Verkaufszahlen für E-Commerce europaweit stetig ansteigen (für 2016 wird laut dem Centre for Retail Research ein Umsatz von 250,28 Milliarden Pfund erwartet), ändert das nichts an der Tatsache, dass Uniformen anprobiert und Schulmaterialien getestet werden müssen, etc. Das heißt, dass in diesem Fall ein Einkauf im Geschäft besser geeignet ist als ein Online-Einkauf. Die Herausforderung für Einzelhändler besteht darin, ein hervorragendes Kundenerlebnis zu bieten, so dass diese Verbraucher zu Kunden werden.

FootFall hat seine drei Top-Tipps zusammengestellt, um Ihr Geschäft oder Einkaufszentrum auf den Andrang zum Ende der Ferien vorzubereiten:

Tipp 1: Rechnen Sie mit dem Andrang – und bereiten Sie sich darauf vor

Obwohl es jedes Jahr zu erhöhtem Kundenverkehr vor dem Beginn des neuen Schuljahres kommt, scheinen Einzelhändler trotzdem immer wieder davon überrascht zu werden. Es ist wichtig, dass Einzelhändler und Einkaufszentren über die örtlichen Ferienzeiten informiert sind, so dass sie abschätzen können, wann es voraussichtlich zu einem sprunghaften Anstieg der Besucherzahlen kommen wird.

Darüber hinaus können Einzelhandelsunternehmen sehr viel anhand von historischen Daten lernen. Die Bewertung der Besucherzählerdaten aus dem Vorjahr ist ein idealer Ausgangspunkt, um das Kundenverhalten zu analysieren, so dass Sie die Spitzeneinkaufszeiten während dieses wichtigen Verkaufszeitraums identifizieren können. Sobald Geschäfte und Einkaufszentren eine genauere Vorstellung davon haben, wie der Andrang zum Schulanfang sich entwickeln wird, können sie sich dieses Jahr auf die erwarteten besucherreichsten Zeiten vorbereiten.

Ist für die besucherreichen Zeiten beispielsweise genug Personal eingeplant? Könnte durch Marketingkampagnen der Kundenverkehr auf ruhigere Zeiträume umgelenkt werden? Inwiefern wird sich ein höheres Kundenvolumen auf die Länge der Warteschlangen im Geschäft auswirken? Welchen Einfluss wird der erhöhte Besucherstrom auf Restaurants in Einkaufszentren haben?

Wenn man weiß, wann die Besucherzahlen voraussichtlich ihren Höchststand erreichen werden, können Einzelhandelsunternehmen ausarbeiten, welche Szenarien potentiell enttäuschte Kunden und entgangene Umsätze zur Folge haben – und entsprechende Schritte unternehmen, um diese Enttäuschungen zu vermeiden.

Tipp 2: Finden Sie heraus, wie Sie digitale Medien zu Ihrem Vorteil nutzen können

Obwohl E-Commerce ein wachsender Markt ist, muss die Vorliebe der Kunden für alles was digital ist nicht unbedingt eine Bedrohung für Ladengeschäfte darstellen. Denn es gibt eine Vielzahl von Gelegenheiten, die Ertragssteigerung im Einzelhandel voranzutreiben, indem man sich diese Vorliebe zunutze macht.

Smartphones sind für Verbraucher ein unverzichtbares Instrument, selbst wenn sie im Ladengeschäft unterwegs sind. Daten des Onlineportals Statista zeigen, dass 23 % der europäischen Kunden ihre Mobilgeräte benutzen, um sogar direkt am Verkaufsregal Produktinformationen nachzusehen und einer von fünf Kunden schaut sich Kundenrezensionen und -feedback an, bevor er seinen Einkauf tätigt.

Dadurch ergibt sich für Einzelhandelsunternehmen eine hervorragende Gelegenheit, die Smartphone-Abhängigkeit ihrer Kunden zu ihrem Vorteil zu nutzen – beispielsweise durch die Verwendung von personalisierten Angeboten und -informationen oder die Versendung von Push-Benachrichtigungen über die neuesten Angebote zum Schulanfang direkt an ihr App.

Click-and-Collect (Internetbestellung mit Abholung im Laden) ist eine weitere wirkungsvolle Methode, um Kundenverkehr in das Ladengeschäft zu bringen, besonders wenn Eltern die Produkte schneller brauchen, als sie geliefert werden können. Wenn Einzelhändler für die Internetbestellung mit Abholung im Laden werben, müssen sie jedoch auch sicherstellen, dass die Lagerbestände auf das Online-Angebot abgestimmt sind.

Tipp 3: Sorgen Sie für ein herausragendes Kundenerlebnis

Die meisten Eltern stehen bereits unter enormem Druck, alle benötigten Schulutensilien – Uniform, Schuhe, Taschen, Schreibwaren, Sportartikel, etc. – innerhalb kürzester Zeit zu besorgen. Falls sie gemeinsam mit ihren Kindern einkaufen, sind sie oft noch gestresster.

Kundennahes Verkaufspersonal spielt daher eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, das Einkaufserlebnis sowohl effizient als auch praktisch zu gestalten.

Das Verkaufspersonal Innerhalb des Geschäfts muss sich mit den angebotenen Produkten auskennen und wissen, welche Aktionen zurzeit laufen. Dazu sollten sie tragbare Technologien, wie z. B. mobile Verkaufsstellen, nutzen, um Informationen zu Artikeln und deren Verfügbarkeit aufrufen zu können.

In Einkaufszentren kann eine zusätzliche Beschilderung oder eine Aufstockung des Kundenserviceteams einen positiven Einfluss auf das Einkaufserlebnis haben. Außerdem könnten  weitere Unterhaltungsprogramme und Workshops für Kinder sowie Kinderbetreuung angeboten werden, so dass der Nachwuchs beschäftigt ist, während die Eltern ihre Einkäufe zum Schulstart in Angriff nehmen.

Geschäfte und Einkaufszentren für den Andrang zum Ferienende optimieren

Mithilfe dieser Tipps können sich Einzelhändler und Einkaufszentren auf den Ansturm von Eltern, die ihre Läden in den nächsten Tagen besuchen werden, vorbereiten.

Doch das ist nur ein Teil der Aufgabe. Sie müssen außerdem aus dem diesjährigen Ansturm lernen, um im nächsten Jahr noch besser auf den Kundenstrom am Ende der Ferien vorbereitet zu sein.  Wir werden die wichtigsten Besucherzahltrends der nächsten Wochen analysieren. Besuchen Sie die FootFall-Website, um weitere wichtige Einblicke zu erhalten.

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